Volume11 – Neue Konzepte für Musiker.

Am Anfang stand die Überzeugung, dass es anders gehen muss. Kalte Füße, feuchte Wände, marode Bausubstanz, beständige Einbruchgefahr und endlose Anfahrtswege sind Attribute von ca. 90% aller Proberäume. Dazu kommt der Müll, der sich über die Monate ansammelt, der Dreck und die ekelhaften Sanitäranlagen, das nervige Geschleppe vor und nach den Gigs, das beständige Auf- und Abbauen und der Ärger mit kaputtem Equipment. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass man aufgrund von Urlaub, Touren und sonstiger Abwesenheit seinen Proberaum bisweilen wochenlang nicht von innen sieht und dennoch Miete zahlt.

Man könnte noch weiter gehen und mit dem Sächsischen Kulturwirtschaftsbericht fragen: wie passt eigentlich die hohe gesellschaftliche Bedeutung des so allgegenwärtigen Kultur- und Wirtschaftsgutes “Populäre Musik” zu den “prekären Arbeitsbedingungen” (S.26) seiner Protagonisten – der Musiker? —

Inspiriert von ähnlichen Projekten in anderen europäischen Großstädten, haben wir im Jahr 2011 unser Unternehmen Volume11 auf den Weg gebracht, um Musikern echte Alternativen zu bieten.

Nach einer Unmenge von Arbeitsstunden, etlichen Antragsformularen, unzähligen Gesprächen mit Musikern, viel Korrespondenz mit Partnern, Presse und Politik und gefühlten 350 Hektoliter Kaffee sind wir unserem Ziel mittlerweile ein ganzes Stück näher gerückt: Wir haben einen Ort geschaffen, der von mehreren hundert Musikern frequentiert wurde und wird. Einen Ort, der Plattform ist für Austausch und Sichtbarkeit seiner Akteure. Einen Ort, in dessen Umfeld ein immenses Netzwerk entstanden ist. Und natürlich vor allem einen Ort, der musikalische Kreativität ermöglicht und befördert.

It’s been a pleasure, guys. We’ll keep going!

Nils & Andreas

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06_Team_Rezeption